Montevideo II

Heute war ich zum ersten Mal am Atlantik –  hatte mir hier im Hostel ein Fahrrad ausgeliehen und bin die Kueste Richtung Norden abgefahren. Die Meerluft tut verdammt gut 🙂 Ansonsten unterscheidet sich die Landschaft hier nicht alzu sehr von der in Suedspanien (soweit ich das beurteilen kann)…
Hab ich uebrigens schon erwaehnt, dass mein Zimmer hier schrecklich ist. Es hat kein Fenster und wir sind zu sechst drin. Es muffelt unglaublich – echt ein Wunder, dass ich darin schlafen konnte. Aber heute fahre ich ja auch schon wieder – um 18.30h geht mein Bus nach Cologne und von dort werd ich mit nem schnellen Schiff nach Buenos Aires fahren. Denke ich werde doch drei Wochen Sprachschule dort machen – ist doch echt doof, so kaum Spanisch sprechen zu koennen. Bisher hab ich mich zwar mit Englisch und meinen paar Brocken Spanisch durchschlagen koennen, aber prickelnd ist das auf Dauer nicht.

Was mir gestern und vorgestern allerdings noch mehr zu schaffen gemacht hat, sind die krassen Wohlstandsunterschiede. Am ersten Abend hatte ich in einer Bar um die Ecke auf der Strasse Pizza gegessen und mehrmal sind Leute an mir vorbeigekommen, die  super hungrig auf mein Essen geschaut haben und denen es offensichtlich ziemlich schlecht ging… Natuerlich wusste ich schon vorher von den Unterschieden, aber Theorie und Praxis… naja. Ein Zimmermitbewohner meinte, dass legt sich nach einer Zeit (das Unbehagen…).

So, sehe grad ich muss mal langsam mich fertig machen. Bis bald 🙂

2 Kommentare zu “Montevideo II”

  1. K.-W. sagt:

    Hi mein Kind,

    tja, das mit der ersten Begegnung mit krasser Armut erinnere ich noch sehr gut von meiner Indien-Reise. Gleich bei der Busfahrt vom Flughafen zum Bahnhof – ein ganzes Stück durch Bombay hindurch.
    Daran „gewöhnen“ kann man sich eigentlich nicht wirklich – aber man lernt einen Umgang. Abschaffen könnte mensch den krassen Unterschied ja persönlich nur negativ: indem mensch selbst arm würde, was letztendlich nur sehr wenig hilft. Also bleibt nur zu lernen, wo und wie ich ggf. ein wenig von meinem Reichtum hergeben kann und mag(!) – und ansonsten sehen was mir möglich ist um dabei mitzuwirken, dass diese krassen Unterschiede nach und nach abgebaut werden.
    Aber lass Dir auch den Reichtum und die Schönheit der Länder, und manchmal vielleicht auch den Einfallsreichtum der Menschen, gefallen.
    Ich wüsche Dir eine gute Zeit.
    papa

  2. Ruth sagt:

    Lese gerade deinen blog und stelle überrascht fest, wer da schreibt-.

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