castellano y amigos
Hallo ihr Lieben,
schon lange vorgenommen und letztlich nie zu gekommen – aber jetzt: ein Beitrag zum Thema „Spanischlernen und Freundemachen“ 🙂
Nun, wie ist das wenn man in einem fremden Land ist, dessen Sprache man nicht beherrscht, in dem man niemanden kennt und in dem man noch nicht mal irgendwelche Anknüpfungspunkte hat wie eine Arbeit, ein Studium oder sonstiges (wie in meinem Fall)? Die Antwort liegt auf der Hand: verdammt schwierig.
Bevor ich hergekommen bin konnte ich ca. 50 spanisch Wörter (hab sie damals grob gezählt ;-)) – was, so dachte ich zu Mindest, doch schon einiges ist. Ganz falsch ist das auch nicht – mit 50 Wörtern kann man doch schon einiges sagen, zu Mindest verhungert man nicht und in der Regel kommt man letztlich auch auch immer an den Ort, an dem man wollte/sollte/musste. Aber man stelle sich nur kurz einen Alltag, ein Leben vor, in dem sämtliche sozialen Kontakte sich darauf reduzieren, zu erfahren wo denn bitteschön die Toilette ist oder den Busfahrer zu bitten einen an der Richtigen Kreuzung herauszulassen, da die Haltestellen hier keine Namen haben – und wenn man dann noch Pech hat, verwendet der Antwortende, nachdem man sich mühsam seinen Satz zurechtgelegt hat, auch noch genau Null der Wörter die man bereits kennt.
Ist man auf Reisen, wohnt also in Hostels und ist umgeben von Menschen die mehr oder weniger Englisch (oder sogar Deutsch) sprechen, ist ein solcher Umstand – je nach dem was man sich von seiner Reise erhofft – schon nicht immer so einfach zu handhaben, wird aber durch eben diese Konversationsmöglichkeiten in anderen Sprachen eindeutig abgemildert. Nachdem ich jedoch beschlossen hatte, hier in Buenos Aires zu bleiben und mir ein eigenes Zimmer gesucht hatte, waren diese Alternativen sehr schnell verschwunden.
Mein Glück war und ist, dass ich CouchSurfing kenne. Für alle, die CouchSurfing nicht kennen, hier eine Kurzbeschreibung (in Anlehnung an Wikipedia ;-)): CouchSurfing ist ein kostenloses, internetbasiertes Gastfreundschaftsnetzwerk. Die Mitglieder nutzen die Webseite, um eine kostenlose Unterkunft auf Reisen zu finden, selbst eine Unterkunft oder auch anderes anzubieten, wie beispielsweise einem Reisenden die Stadt zu zeigen. Gleichzeitig gibt es eine Vielzahl von Gruppen, denen man beitreten kann und über die die Mitglieder unterschiedlichste Aktivitäten organisieren können.
Über eben diese Community hab ich in sehr kurzer Zeit wirklich viele Leute kennen gelernt und darüber hinaus Tandem-Partner (Leute für einen Sprachaustausch) gefunden. Die meisten hab ich zwar nur ein Mal gesehen, mit manchen hat man dann aber doch auch mal die Nummern ausgetauscht und langsam kristallisieren sich die ersten „Verbindungen“ heraus – und das schon nach nur einem knappen Monat, seit dem ich mich ernsthaft um soziale Kontakte mit porteños bemühe, …hätte nicht gedacht, dass das so schnell gehen kann – wenn man auch das „langsam“ unterstreichen muss. Natürlich sind diese Kontakte bedingt durch den oben angesprochenen Umstand der fehlenden Spanischkenntnisse, allerdings sind fast alle mit denen ich wieder oder sogar regelmäßig treffe Leute, mit denen ich einen Sprachaustausch habe. Das dem so ist, dürfte zum einen natürlich daran liegen, dass die andere Person explizit was davon hat, sich mit mir zu treffen, zum anderen habe ich aber auch bisher mehr Energie investiert, Tandem-Partner zu finden als allgemeine CouchSurfer-Treffen zu besuchen. Das wiederum liegt daran, dass ich eben noch nicht so gut Spanisch spreche – oder, was bei solchen Treffen noch problematischer ist, noch massive Probleme habe die Leute zu verstehen, wenn sie in der Gruppe reden oder einfach zu viel drumherum passiert was meine Konzentration beeinträchtigt.
Neben CouchSurfing muss hier noch das Goethe-Institut erwähnt werden, wo ich ausgehängt habe, dass ich Tandem-Partner suche, was ebenfalls erfolgreich war.
Was mein Spanisch anbelangt will ich den Stand meiner Kenntnisse in Schulnoten wiedergeben:
…im Vergleich zu vor meiner Reise: 2-3
…in Anbetracht der Tatsache, dass ich letztlich schon über drei Monate in Südamerika bin: 4-5
…im Vergleich zu vor einem Monat (seit dem ich dem Spanischlernen seine Priorität eingeräumt habe): 2-
…im Vergleich zu dem was alles noch fehlt, um fließend Spanisch zu sprechen: 5-
…gefühlt: schwankend zwischen 2-3 und 6
Was mein Spanischlernen anbelangt habe ich seit drei Wochen einen Kurs an der UBA (Universidad de Buenos Aires), Mo-Do 9-11h, dann die erwähnten Tandem-Treffen und schließlich eine Software (Rosetta Stone) zum Spanischlernen. Darüber hinaus höre ich möglichst nur spanische Musik, versuche gelegentlich was spanisches zu lesen, schaue TV (vorzugsweise englische Filme mit spanischen Untertiteln) und probiere immer mal wieder spanisch zu denken 🙂
Sodele, das wärs dann für´s erste mal wieder.
Besos y abrazo,
Maria
P.S.: Zum Abschluss mal ein paar Bilder, nachdem ich endlich wenigstens ein paar von meiner Kamera runterladen konnte… (die Bilder sind teilweise etwas abgehackt rechts und links, um sie ganz zu sehen: ein Mal draufklicken)
- Mein Zimmer I
- Mein Zimmer II
- Buenos Aires bei Regen
- Couchsurfer auf dem Bicentenario
- La Boca I (Stadtteil von Buenos Aires)
- La Boca II
- Puerto Madero I (Stadtteil)
- Puerto Madero II
- Reserva Ecológica I
- Reserva Ecológica II
- Geburtstagsparty …gegen Ende
- Geburtstagsparty …am Anfang











